
Poppy Delevingne (31) hatte es als Model schwer, sich im Filmbusiness als ernstzunehmende Schauspielerin einen Namen zu machen.
Eigentlich ist die große Schwester von Cara Delevingne (25, ‚Valerian ? Die Stadt der tausend Planeten‘) den meisten als erfolgreiches Model bekannt. Seit 2008 arbeitet Poppy für renommierte Designerunternehmen wie Burberry, Chanel, Louis Vuitton oder Julien Macdonald. Aber auch als Schauspielerin durfte die Britin bereits ihr künstlerisches Können unter Beweis stellen: Zum einen als Clara von Glucksberg in ‚Kingsman: The Golden Circle‘ und zum anderen als Adrianna Colonna im Drama ‚The Aspern Papers‘.
Doch wie schwierig es ist, sich vom Model-Stigma zu lösen, um sich als ernstzunehmende Schauspielerin im Filmgeschäft zu etablieren, hat Delevingne jetzt im Interview mit ‚BBC News‘ verraten.
„Ich glaube, dass viele Menschen denken: ‚Oh, du bist Model? Dann kannst du super einfach in die Schauspielerei hineinrutschen.‘ Aber so läuft das leider nicht. Man muss erst einmal Direktoren, Casting-Direktoren und Produzenten von sich überzeugen.“
Weiter erzählt die 31-Jährige, dass sie bereits vor ihrer Modelkarriere eine Leidenschaft für die Schauspielerei gehegt habe. Der plötzliche Erfolg als Model habe ihr dann aber vorerst den Weg nach Hollywood versperrt. Erst mit Ende 20 realisierte sie, dass es nun an der Zeit sei, vollen Einsatz zu zeigen und in die Fußstapfen ihrer Schwester Cara zu treten ? die ist inzwischen seit 2012 in unzähligen, preisgekrönten US-Filmen zu sehen.
„Ich habe für eine ziemlich lange Zeit gemodelt. Seit ich 17 Jahre alt war. Und die Schauspielerei war schon immer etwas, was ich verfolgen wollte ? Als ich dann 28 Jahre alt war, dachte ich mir: ‚Genug ist genug. Das ist nicht das, was mich glücklich macht.'“ Für sie sei diese Erkenntnis der Startschuss gewesen, um sich endlich um eine aufstrebende Karriere im Filmbusiness zu kümmern.
Inzwischen ist Poppy als Marie-Therese Walter in der zweiten Staffel der National Geographic Serie ‚Genius: Picasso‘ zu sehen. Die Sendung gibt TV-Zuschauern Einblicke in das Leben des weltweit angesehenen Malers Pablo Picasso, der im Alter von 91 Jahren in Mougins, Frankreich, starb. Auch Antonio Banderas (57), Clemence Poesy (35) und Samantha Colley (28) gehören zur ‚Genius: Picasso‘-Crew. Dass Poppy Delevingne inzwischen an der Seite von solch erfolgreichen Hollywood-Größen arbeiten darf, weiß sie offenbar sehr zu schätzen, wie sie im Gespräch mit ‚BBC News‘ gesteht:
„Ich war wie ein Schwamm, der alles aufsog. Ich habe unzählige Fragen gestellt, wie: ‚Wie mache ich dies und jenes besser?‘ Und alle waren so nett und haben mir alle meine Fragen beantwortet ? keiner hat mir je das Gefühl gegeben, dass ich nicht dazu gehöre.“