
Silvia Venturini Fendi wusste von Anfang an, dass Karl Lagerfeld (84) jemand ganz Besonderes ist.
Die Accessoires-Kreativchefin von Fendi war noch sehr jung, als sie dem Großmeister begegnete. „Ich war fünf Jahre alt, als ich ihn traf“, erinnerte sich die Italienerin im Gespräch mit ‚Femina‘. „Jedes Mal, wenn Karl in Rom war, wusste ich, dass ich meine Mutter jetzt nicht stören durfte. Dann wurde alles stehen und liegen gelassen. Meine Beziehung zu Karl wuchs und alles passierte ganz natürlich.“
Fendi wurde 1925 von Silvias Großeltern Adele und Edoardo Fendi als Pelz- und Lederwarengeschäft gegründet. 1946 übernahm Sylvias Mutter Anna mit ihren Schwestern Paola, Franca, Carla und Alda das Geschäft. Karl wurde 1965 angeheuert und wurde der Kreativchef für Damenmode. „Wir beide kennen Fendi sehr gut. Es ist eine Firma, die von Frauen aufgebaut wurde, von meiner Mutter und ihren Schwestern, aber auch von einem großartigen Mann – Karl. Wir haben die gleiche Vision. Wir arbeiten mit Hingabe und sind in jede der Kreationen involviert. Wir wissen genau, was Fendi ist und was nicht. Wenn er eine Idee hat, wissen wir, was er von uns erwartet.“
Silvia ist momentan die einzige Fendi, die im Familienunternehmen arbeitet. Die Italienerin, die 1996 die berühmte Baguette-Tasche entwarf, kennt den Druck. „Ich hatte immer das Gefühl, dass ich den unglaublichen Standards meiner Mutter und ihren vier Schwestern gerecht werden muss. Diese Erfahrung hat eine Menge Verantwortung auf meine Schulter geladen, aber gleichzeitig war es auch immer eine wunderbare Stimulierung“, betonte Silvia Venturini Fendi.