
DE German Stars – Nachdem sich in Karlsruhe bei einer Querdenker-Demonstration eine Elfjährige mit Anne Frank verglich, weil sie ihren Geburtstag wegen der Corona-Einschränkungen nur heimlich feiern durfte, meldete sich nun Oliver Pocher (42) zu Wort.
Oliver Pocher ist empört
Empört wandte er sich an das Mädchen und insbesondere auch an ihre Eltern. Für den Comedian wurde hier eindeutig eine Grenze überschritten und er zeigte sich empört. „Ich mache nicht mal dir den Vorwurf, liebe Elfjährige, sondern deinen Eltern. Das ist so ziemlich das Dümmste, was ich seit Langem gehört habe“, wütete er auf Instagram. Anschließend gab er dem Mädchen eine Nachhilfestunde in Geschichte und erklärte, dass sich die jüdische Anne Frank mit ihrer Familie zwei Jahre in einem Hinterhaus vor den Nazis versteckt hielt und 1945 in einem KZ ermordet wurde.
Schule statt „Bullshit“
„Niemand wird dich in ein KZ stecken, wenn du deinen Geburtstag nicht feiern kannst“, wandte sich Pocher an die junge „Querdenkerin“. „Dass du einen Anne-Frank-Vergleich ranziehst, ist so ziemlich das Unangenehmste und Lächerlichste, was dir deine Eltern je geschrieben haben.“ Aufgrund der Pandemie seien Geburtstagsfeiern derzeit einfach nicht möglich, dennoch würden wir in keiner Diktatur leben. Und während das Mädchen noch viele Geburtstagsfeiern erleben werde, hatte „Anne Frank nicht einmal etwas zu essen zu ihrem Geburtstag und noch ganz andere Probleme“.
Abschließend empfahl er, „intensiver in die Schule zu gehen anstatt so einen Bullshit (…) anzuführen“ und legte dem Mädchen, das schon auf mehreren „Querdenker“-Demonstrationen eine Rede gehalten hatte, nahe, sich die Verfilmung von „Das Tagebuch von Anne Frank“ anzuschauen. Inzwischen ermittelt die Polizei wegen des Vorfalls und prüft, ob es sich hier um eine Verharmlosung des Holocausts handelt.