Bild von Halima Aden

Halima Aden (20) will nichts erzwingen.

Das somalische Model, das als Kind nach Amerika gezogen ist, hat in der Modebranche Grenzen durchbrochen, indem es seinen Hijab auf dem Laufsteg und in Kampagnen anbehalten hat. In einem gemeinsamen Interview mit ihrer Förderin Carine Roitfeld (63) hat Halima offengelegt, was Vielfalt für sie bedeutet, wenn es um ihre Karriere geht.

„Ich hasse dieses Wort Diversität, weil es bedeutet, dass man zwei hat“, begann Carine im ‚Paper‘-Magazine. „Wenn Sie dieses Wort verwenden, klingt es so, als wären wir alle sehr verschieden, aber ich glaube nicht, dass die Leute überhaupt angeben müssen, ob sie beispielsweise schwul oder heterosexuell sind.“

Halima stimmte voll zu: „Ich brauche meine Handlungen nicht zu erklären und erwarte auch nicht, dass mir irgendjemand anderes seine Handlungen erklärt. Wenn die Gesellschaft sagt: ‚Macht es vielfältig‘, macht es das nicht echt. Wenn sich ein Designer zehn weiße Mädchen bei einer Show vorstellt, lass es so sein. Das Gleiche gilt, wenn es zehn schwarze Mädchen sind.“

Trotz der Kritik an der Modebranche sind es aktuell aufregende Monate für das Model. Auf die Frage, was Hamilas herausragendster Moment der jüngsten Zeit war, konnte sie sich gar nicht entscheiden. „Es waren so viele“, strahlte sie. „Als ich meinen Modelvertrag unterschrieb, hatte ich keine Ahnung, wie weit es mich bringen würde. Ich dachte nur, okay, Bilder und Shootings. Aber auf dieser Reise habe ich mit UNICEF zusammengearbeitet und bei Dingen geholfen, die näher an meiner Heimat liegen. So viele Türen haben sich geöffnet. Mode ist so viel mehr als nur Kleidung.“