Bild von Barbie Ferreira

Barbie Ferreira (21) ist mittlerweile stolz darauf, Geld mit ihrem „Dicksein“ zu verdienen.

Dank einer American-Apparel-Kampagne machte sich die New Yorkerin einen Namen in der Modebranche. Sie posierte auch schon für Labels wie Lane Bryant und Adidas Originals. Es ist noch immer nicht einfach für Plus-Size-Models, doch zunehmend erkämpfen sie sich ihren Platz in der Fashion-Industrie. Dafür müssen sie mit dem nötigen Selbstbewusstsein ausgestattet sein und Barbie erklärte nun in einem Interview, was ihr dabei half. Ein wichtiger Aspekt war für sie die Aneignung eines ganz bestimmten Wortes. „Dick war ein schreckliches, schreckliches Wort für mich, als ich aufwuchs“, berichtete sie im ‚Oyster‘-Magazin. „Als ich endlich dazu in der Lage war, das Wort für mich zu beanspruchen, mich selbst dick zu nennen und mich damit zu identifizieren – das war der beste Moment überhaupt. Ab diesem Moment begann ich, mich wirklich frei zu fühlen. So wie all die Momente, in denen sich die Kinder über mich lustig machten und mich dick nannten – tja, das ist mir jetzt egal. Ich mache Geld damit, dick zu sein. Und was macht ihr?“

Barbie ist bekannt dafür, ihre Figur so zu akzeptieren, wie sie ist. Digitale Bildbearbeitungen nach Foto-Shootings lehnt sie ab. Damit möchte Barbie auch andere motivieren, sich von gewissen Bezeichnungen zu befreien. „Ich nenne mich und meine Freunde ständig dick. Aber wir benutzen es auf eine liebe Art und wissen genau, was wir alle durchgemacht haben. Wenn man es natürlich auf eine verachtende Art und Weise benutzt, ist das schrecklich. Aber wir sind nun einmal dick, ganz einfach. In einer Industrie voller Zero-Size-Girls. Aber es macht Spaß, das Gewicht des Wortes hinter sich zu lassen.“