Tom Ford: Verluste durch See-now-buy-now

Bild von Tom Ford

Tom Ford (55) verkauft seine Mode wieder wie früher.

In den vergangenen Jahren setzte sich bei den großen Modehäusern wie Burberry oder Tommy Hilfiger mit See-now-buy-now ein neues Verkaufsmodell durch: Die Kunden konnten die Mode direkt nach der Präsentation auf dem Laufsteg kaufen, statt sie erst Monate später im Laden ergattern zu können. Auch Designer Tom Ford versuchte sich an dieser Strategie – verabschiedet sich aber nun wieder von diesem Prozess.

„Die Belieferung in die Läden passt nicht mit dem Fashionshow-Kalender zusammen“, erklärte der Modemacher gegenüber ‚WWD‘. „Die Herbstkleidung wird im August ausgeliefert, aber du kannst dann keine Show mehr mit Stücken machen, die bereits seit einem Monat im Laden liegen.“

Um das zu umgehen, habe Tom Ford die Kleidung, die im Juli in die Shops geliefert wurde, nicht verkauft, bis die Fashionshow im September über die Bühne gegangen war. „Dadurch haben wir einen Monat im Verkauf verloren“, so Tom Ford. „Unsere Ware lag im Lagerraum herum.“ Die vergangene Fashion-Week-Runde verpasste Tom, weil er sich auf die Awardseason und seinen Film ‚Nocturnal Animals‘ konzentrierte. Nun werde er aber wieder zum traditionellen Fashion-Week-Kalender zurückkehren. Allerdings wird er dabei nicht mehr wie früher in London seine Models über den Runway schicken, sondern in New York.