Til Schweiger: Besuch bei der Puppenkiste?

Bild von Til Schweiger

DE German Stars – Til Schweiger (55), selbst in der Rolle des Nick Tschiller kampferprobter ‚Tatort‘-Kommissar, hatte am letzten Fall des hessischen Kollegen Kriminalhauptkommissar Felix Munot, gespielt von Ulrich Tukur (62), einiges auszusetzen. Doch Tils Gemotze rief ausgerechnet die ‚Augsburger Puppenkiste‘ auf den Plan.

Til Schweiger kritisiert hessischen Tatort

„Jede Folge der Augsburger Puppenkiste war glaubwürdiger, besser gespielt und vor allem spannender!“ schimpfte Til via Facebook, nachdem er eine positive Kritik in der ‚FAZ‘ gelesen hatte, die den Krimi als „furioses Genre-Remake“ lobte.

Die Fälle von Felix Munot unterscheiden sich in ihrer surrealen Natur generell sehr von denen des coolen Hamburger Cops, den Schweiger gibt. Tukur fährt bessere Einschaltquoten ein als Schweiger – ist da vielleicht auch ein bisschen Neid im Spiel?

Einladung von der Augsburger Puppenkiste

Welch Ironie: Til Schweiger, dem ja selbst gelegentlich vorgeworfen wird, ein wenig hölzern zu wirken, bekam auf seine Kritik natürlich Reaktionen aus vielerlei Richtungen. Und auch die Augsburger Puppenkiste, an deren von Marionettenfiguren gespielte Geschichten sich wohl fast jeder aus seiner Kinderzeit erinnert, meldete sich zu Wort.

„Wenn Til Schweiger sich immer noch an die Fernsehfilme der Augsburger Puppenkiste erinnert, finden wir das sehr positiv“, sagte Theaterleiter Klaus Marshall gegenüber der ‚Augsburger Allgemeinen‘. „Ich lade Til Schweiger zur Vorstellung ein.“

Marshall nimmt Tils Verweis auf die Puppenkiste übrigens als Kompliment, aber als Sprecher für eine seiner Holzfiguren möchte er ihn trotzdem nicht engagieren: „Nuscheln ist sein Markenzeichen. Ob das für unsere Figuren zuträglich wäre?“

Til Schweiger hat zugesagt

Passenderweise heißt die neueste Produktion, die ab 6. November läuft, „Gesucht wird… – Kriminalgeschichten auf der Puppenbühne“. Til zeigte sich interessiert: „Ich habe als Kind die Puppenkiste geliebt und freue mich sehr über die Einladung – wenn es am 6. November nicht klappt, komme ich trotzdem irgendwann auf jeden Fall!“

Und womöglich kann er ja den Theaterdirektor doch noch von seinen Qualitäten überzeugen: „Vielleicht kriege ich ja ein Sprecher-Casting, in dem ich beweisen kann, dass ich – wenn ich mir ganz dolle Mühe gebe – auch geradeaus sprechen kann.“

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