Bild von Tess Holliday

Tess Holliday (32) ist „frustriert“, dass es immer nur ein oder zwei Plus-Size-Models auf den Laufsteg schaffen.

Die Amerikanerin gehört zu den bekanntesten Plus-Size-Models und ist sehr darum bemüht, die Modewelt zu verändern und auch fülligere Damen regelmäßig auf den Laufstegen und in Werbekampagnen zu sehen. Es gibt auch einige Designer, darunter Christian Siriano und Kate Spade, die in ihren Shows auf Plus-Size-Models setzen, der Großteil der Modeschöpfer hingegen engagiert nach wie vor vorrangig sehr schlanke Damen. Die New York Fashion Week war der beste Beweis dafür.

Auf die Frage, welche Gedanken Tess im Publikum einer Modenschau voller Size-Zero-Models durch den Kopf gehen, antwortete sie gegenüber ‚InStyle‘: „Wenn man die Modenschauen ansieht, dann gibt es vielleicht ein oder zwei Plus-Size-Models in einigen der Mainstream-Shows? Das ist wirklich frustrierend. Wenn man sich die Zusammenfassung der Street-Styles der New York Fashion Week ansieht, dann erkennt man einen gewissen Frauentyp, der repräsentiert wird. Man sieht auf jeden Fall keine marginalisierten Figuren und farbige Models.“

Das Problem existiert nicht nur in den USA, sondern weltweit. Laut Tess sollten sich die Designer die Macht des Plus-Size-Marktes bewusst machen. „Ich bin dankbar, dass einige der Designer wenigstens die Größen 42 und 44 zur Schau stellen, dennoch ist es frustrierend, weil ich möchte, dass es weltweit für mehr Frauen mit Übergrößen zugänglich ist. Ich möchte, dass das mehr repräsentiert wird, ich möchte, dass sie es auf wirklich provozierende Art und Weise machen und tatsächlich verstehen, wie man unsere Körper einkleidet. Und ja, das ist kompliziert, aber wir stellen einen großen Anteil des Marktes dar und wir haben eine sehr große Kaufkraft, trotzdem werden wir ständig ignoriert“, kritisierte Tess Holiday.