
Natalia Vodianova (36) glaubt, es gebe einen Grund, warum sie sich nicht in die #MeToo-Bewegung einreihen muss.
Das Topmodel ist seit Jahren ein großer Name in der Fashionszene und hat zum Glück nicht unter sexueller Belästigung gelitten, wie es vielen ihrer Kolleginnen passiert ist. Sie glaubt, dass ihre Berühmtheit sie geschützt hat.
„Es ist so oft passiert. Vielleicht weil ich so weit oben stand, war es es zu riskant, mich zu einem Opfer zu machen“, grübelte die Russin gegenüber ‚Channel 4‘. Trotzdem freut sie sich, dass den betroffenen Frauen nun zugehört wird. „Es ist fantastisch, dass etwas passiert. Es ist fantastisch, dass Frauen nun eine Stimme bekommen und erzählen können, was ihnen passiert ist. Sie geben damit anderen eine Platform, damit Frauen dieses Verhalten nicht mehr tolerieren müssen. Ich höre all diese schlimmen Geschichten und es ist unglaublich, dass es diese Bewegung nicht schon früher gegeben hat. Das ist wirklich kaum zu fassen. Ich habe keine Ahnung, warum mir so etwas nie passiert ist.“
Die fünffache Mutter wird von der russischen Politik häufig als Botschafterin eingesetzt, so repräsentiert sie ihre Heimatstadt Nischni Nowgorod bei der derzeitigen Fußballweltmeisterschaft. Kritische Stimmen, die nicht wollten, dass die WM in Russland stattfindet, da das Land ständig gegen die Menschenrechte verstoße, wiegelt Natalia Vodianova ab: „Putin wird in diesem Land sehr geliebt und ja, er ist ein starker Politiker und er verteidigt Russland. Aber ich fühle mich wesentlich sicherer, wenn ich abends allein in Moskau auf den Straßen unterwegs bin, als ich es in Paris tue.“