Pierre Hardy: Von NARS Cosmetics verführt

Bild von Pierre Hardy

Pierre Hardy entwarf eine Nagellack- und Rougekollektion für NARS Cosmetics.

Der Designer tat sich mit dem berühmten Kosmetik-Experten François Nars zusammen, um eine Nagellack- und Rougelinie zu entwerfen. Hardy ist sich dessen bewusst, dass sich viele Leute wundern werden, ob er im Zuge seiner Karriere als Schuhdesigner Erfahrung mit in die Kooperation bringen konnte. In einem Interview erklärte er nun, dass die beiden Branchen – Schuhmode und Kosmetik – gar nicht so unterschiedlich seien: „Ich wurde verführt!“, lachte er gegenüber dem ‚Elle‘-Magazin, das seinen Lesern einen kurzen Blick auf die Kollektion in der Maiausgabe gewährt. „Ich erinnere mich noch an das erste Mal, als ich nach New York fuhr, um mich mit François Nars zu treffen. Alle Produkte waren dort vor mir ausgebreitet – die Farben und die Stifte ? das alles war wie die Malkiste eines Künstlers für mich. Und das liebe ich am meisten. Neben Fashion und Accessoires mag ich Kunst und Gemälde und Kreationen – und was man damit machen kann. Es ist ein anderer Aspekt von Mode. Es ist etwas, worüber ich noch nie wirklich nachgedacht habe ? es ist komplementär.“

Sowohl die Schuhkreationen von Hardy als auch das Make-up von Nars sind bekannt für ihre Verwendung von Farben. In ihre gemeinsame Kollektion wollten die beiden Männer auch etwas Spaßiges bringen und so kommt der Nagellack in Miniaturschuhkartons. Bei seiner Arbeit an der Kollektion dachte Hardy – ebenso wie bei seinen Schuhen – über Farben und Strukturen nach. „Ich liebe verdrehte Harmonien und das nicht so Offensichtliche für Nagelfarben. Ich mag dunkle Burgunder- und Pfirsichtöne. Ich denke, dass sie Weiblichkeit auf zwei verschiedene Arten ausdrücken. Der Pfirsich ist süß und das andere ist dunkler“, sagte er.

Abschließend plauderte der Modestar auch über Fußmode im Allgemeinen. Seiner Meinung nach sollte jede Frau einen Stil wählen, der ihrem Leben und ihrer Garderobe entspricht und nicht sklavisch Trends folgen: „Seht euch erst einmal an, was zu euren Beinen passt und was zu eurem Mantel oder eurer Kleidung überhaupt passt. Dann entscheidet ihr. Vor allem jetzt, wo die Mode so offen ist, gibt es keine Limits“, versicherte Pierre Hardy. © Cover Media