Kuscheliges Fell: Wie man es mit Stolz ausführt

Von Kopf bis Fuß in Pelz gehüllt: das hält nicht nur herrlich warm, wenn die Temperaturen fallen, sondern ist neuerdings wieder extrem angesagt. Besonders diesen Herbst. Schuld ist Karl Lagerfeld, der seine Models für Chanel in Fell gekleidet über den Laufsteg schickte. Nicht nur die Jacken versprachen kuschelige Momente, auch Röcke und Stiefel gaben sich sehr haarig. Um sämtlichen Tierschützern von vornherein den Wind aus den Segeln zu nehmen: Das meiste, was diese Saison nach Tierfell aussieht, ist in Wahrheit Fake Fur. Auch bei Chanel.

Mit der Herbst/Winter-Fashion Show für Chanel erhob Karl Lagerfeld Fell zum In-Material der Saison

Mit der Herbst/Winter-Fashion Show für Chanel erhob Karl Lagerfeld Fell zum In-Material der Saison

Fake Fur ist also salonfähig geworden. Das mag zum einen daran liegen, dass das Imitat etwas preisgünstiger als echter Pelz ist, aber auch an der neuen Generation der Kunstfelle. Karl Lagerfeld betonte nach seiner Show noch, dass Fake Fur inzwischen genauso weich ist, wie es aussieht. Echte Pelzverbrämungen sowie Fütterungen mit Lammfell sind natürlich weiter erlaubt. Ob echt oder unecht – das softe Material bestimmt in den nächsten Monaten den Look. Mal verleiht es der Garderobe Klasse und der Trägerin sogar einen Hauch Divenappeal. Zum Kleinen Schwarzen kombiniert, ist der dramatische Auftritt garantiert. Mal gibt es sich alltagstauglicher in Form von Felljacken und -accessoires, die mit Jeans, feinen Chiffontops oder Strickteilen einhergehen. Die haarigen Begleiter trimmen das Outfit auf Bohemian. Mit der Hippie-Ära hat das wenig zu tun, und doch wirkt das Ergebnis schön nostalgisch oder auch mal rustikal.

Die Lammfellweste von Ilse Jacobsen lässt sich mal elegant, mal Bohemian-like kombinieren. 349 Euro

Die Lammfellweste von Ilse Jacobsen lässt sich mal elegant, mal Bohemian-like kombinieren. 349 Euro

Pelzverbrämungen an Schuhen und Handtaschen gehören in der kühlen Saison längst dazu. Dass sie auch zu Eyecatchern werden können, beweisen Labels wie Longchamp mit pelzigen Umhängetaschen in Knallrot oder mit Leo-Print. Wenn es um warm gefütterte Schuhe geht, sind nach wie vor die beiden australischen Labels Emu und Ugg Australia tonangebend. Jedoch holen andere Anbieter gewaltig auf. So überzeugt Ecco mit breitem Fellbesatz am Rand der Stiefel und Woolenstocks aus England setzt auf Handgefertigtes aus Filz und Fake Fur. Ob Sie echten Pelz nun gerne zur Schau tragen oder seine Verarbeitung moralisch verwerflich finden – um den Trend zum Fell kommen Sie bei der riesigen Auswahl einfach nicht drumrum.

Festes Schuhwerk kann so bequem sein, wie dieser Boot aus Hydromax-Leder mit Fellbesatz beweist! Von Ecco, 170 Euro

Festes Schuhwerk kann so bequem sein, wie dieser Boot aus Hydromax-Leder mit Fellbesatz beweist! Von Ecco, 170 Euro

Echte Handarbeit sind diese kuschelweichen Stiefel mit Fake Fur. Woolenstocks, circa 90 Euro

Echte Handarbeit sind diese kuschelweichen Stiefel mit Fake Fur. Woolenstocks, circa 90 Euro

Fake Fur ist also salonfähig geworden. Das mag zum einen daran liegen, dass das Imitat etwas preisgünstiger als echter Pelz ist, aber auch an der neuen Generation der Kunstfelle. Karl Lagerfeld betonte nach seiner Show noch, dass Fake Fur inzwischen genauso weich ist, wie es aussieht. Echte Pelzverbrämungen Fütterungen mit Lammfell sind natürlich weiter erlaubt. Ob echt oder unecht – das softe Material bestimmt in den nächsten Monaten den Look. Hier verleiht es der Garderobe Klasse und der Trägerin sogar einen Hauch Divenappeal. Zum Kleinen Schwarzen kombiniert, ist der dramatische Auftritt garantiert. Alltagstauglicher sind Felljacken und -accessoires im Zusammenspiel mit Jeans, feinen Chiffontops oder Strickteilen. Die haarigen Begleiter trimmen das Outfit auf Bohemian. Mit der Hippie-Ära hat das wenig zu tun, und doch wirkt das Ergebnis schön nostalgisch oder auch mal rustikal.