Kim Jones: „Streetwear? Nein, danke“

Bild von Kim Jones

Kim Jones (38) hat ein Problem.

Der neue Creative Director im Hause Dior Homme wird am kommenden Samstag [23. Juni] seine erste Kollektion auf der Paris Fashion Week: Men’s vorstellen. Statt Lampenfieber scheinen Kim Jones aber ganz andere Dinge zu plagen: Er mag den Begriff ‚Streetwear‘ überhaupt nicht. Dabei ist der Engländer seit langem einer der Vorreiter des neuen Trends, den mittlerweile auch die alteingesessenen Modehäuser als selbstverständlichen Teil ihres Angebots verstehen. Virgil Abloh (38), zurzeit verantwortlich für Luis Vuittons Menswear, sagte erst kürzlich über seinen Kollegen, er habe „das Konzept im Luxussegment jetzt länger und besser als jeder andere“ durchgezogen. Doch es ist vor allem der Begriff, der Kim Jones Probleme bereitet, wie er dem britischen ‚ES Magazine‘ verriet. „Für mich ist alles Streetwear – ich meine , wo trägt man die Kleidung denn?“ Der Designer glaubt, dass man einen schon eine Weile vorherrschenden Trend jetzt einfach mit einem Begriff versieht, der gerade im Hochpreissegment lange Zeit verpönt war. Kim Jones weiß, wovon er spricht: Bevor er den Job als Creative Director bei Dior Homme an Land zog, war er als Artistic Director bei Luis Vuitton unter Vertrag. Dort fädelte er unter anderem eine Zusammenarbeit mit der Skateboardmarke Supreme ein. Ein Streetwear-Urgestein also, auch wenn Kim Jones selbst das wohl nicht hören will.