Harvey Weinstein: Zweiter Versuch, Klagen fallen zu lassen

Bild von Harvey Weinstein

Harvey Weinstein (67) ist seit Oktober 2017 das Gesicht der #MeToo-Vorwürfe. In London, New York und Los Angeles laufen Ermittlungen gegen ihn, im Big Apple wird das erste Verfahren am 9. September vor Gericht beginnen. Vorgeworfen wird ihm unter anderem Vergewaltigung und sexueller Missbrauch.

Harvey Weinstein setzt sich zur Wehr

Insgesamt sollen in dem Verfahren fünf Fälle verhandelt werden. Zwei davon sollen aber fallen gelassen werden, wenn es nach Harveys Anwalt Arthur Aidala geht. Laut Berichten der ‚Page Six‘-Kolumne der ‚New York Post‘ hat er vor dem Manhattan Supreme Court die entsprechenden Gesuche eingereicht.

Sein Argument ist, dass ein Fall des vermeintlichen sexuellen Missbrauchs einer anderen Anklage ähnelt, die verhandelt werden soll. Ein Fall der vermeintlichen Vergewaltigung soll wegen der angewandten Ermittlungsmethoden fallen gelassen werden. Das Argument des Anwalts: Der Fall wäre im Staate New York bereits verjährt, die Ermittler hätten Harvey jedoch als Bewohner des Staates Connecticut behandelt. Unter den Gesetzen in Connecticut wäre die Vergewaltigung noch nicht verjährt.

Zweiter Anlauf

Es ist nicht der erste Vorstoß, die beiden Anklagen fallen zu lassen. Harvey Weinsteins vorheriger Anwalt, Ben Brafman, hatte es zuvor versucht, doch der zuständige Richter, James Burke, den Versuch jedoch abgewehrt. Arthur Aidala argumentiert nun, seine Gesuche fußen auf einer anderen juristischen Grundlage und seien deshalb zulässig.

Eine Klage gegen den Filmmogul wurde bereits fallen gelassen: Der Fall um Lucia Evans, die behauptet hatte, Harvey habe sie 2004 zum Oralsex gezwungen, wird nicht verhandelt.

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