Harvey Weinstein: Sein Anwalt schmeißt hin

Bild von Harvey Weinstein

Harvey Weinstein (66) konnte sich mit seinem Verteidiger nicht einigen.

Der Filmmogul wird sich demnächst vor Gericht in New York verantworten müssen, da ihm mehrere Sexualverbrechen zur Last gelegt werden. In den Vorbereitungen auf den Prozess war Harveys Anwalt Benjamin Brafman nicht erfolglos – eine der Klagen gegen den Produzenten wurde bereits fallen gelassen und wird nicht länger vor Gericht verhandelt werden. Trotzdem ist es zwischen Harvey Weinstein und Benjamin Brafman zu wiederholten Meinungsverschiedenheiten und lautstarken Auseinandersetzungen gekommen, wie ‘ABC News’ berichtet. Demnach sollen sich Klient und Rechtsvertreter nicht auf eine Taktik für den Prozess haben einigen können. Als Resultat will Benjamin Brafman nun den Fall niederlegen und Harvey somit nicht länger repräsentieren. Sein Büro widersprach dem Bericht nicht, ließ jedoch verkünden, dass es noch zu früh sei, sich zu den Gerüchten zu äußern.

Sollte Benjamin Brafman gehen, dürfte Harvey das noch bereuen. Das Verfahren wird im Mai beginnen, zuvor gibt es bereits eine Anhörung am 7. März. Die Taktik des Anwalts war bislang aufgegangen: Seine Behauptung, er habe Beweise, dass Aussagen von zwei Klägerinnen aus der Luft gegriffen seien, sorgte für Aufmerksamkeit weit über New York hinaus. Ashley Judds Klage wegen sexueller Belästigung wurde fallen gelassen, und Brafman kämpft noch immer dafür, dass auch die anderen Klagen nicht für den Prozess zugelassen werden, da es nicht ausreichend Beweise gegen seinen Mandanten gebe.

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