Brian May: Hass auf ‘Bohemian Rhapsody’ macht ihn krank

Bild von Brian May

Gitarrist Brian May (71) ist angewidert von den Reaktionen auf den ‘Bohemian Rhapsody’-Erfolg. Der Musiker produzierte den Film mit und traf in dieser Funktion auch Entscheidungen, wie Queen auf der Leinwand präsentiert werden sollte. Das Porträt der Band und vor allem des Frontmannes Freddie Mercury (†45) war kommerziell erfolgreich und konnte unter anderem vier Oscars einstreichen – etwa einen für den besten Hauptdarsteller, Rami Malek (37) – doch ‘Bohemian Rhapsody’ hat auch Kritik erfahren, vor allem nach den Preisverleihungen.

Was ist passiert?

Einer der Kritikpunkte ist, dass etwa die Homosexualität Freddies nur kurz behandelt wurde, während das Zusammenspiel der Bandmitglieder von Queen durch eine rosarote Brille beleuchtet wurde. Konflikte etwa seien ausgespart worden. Derartige Kritik stößt Brian sauer auf, wie er in einem längeren Instagram-Post deutlich macht: „Ihr habt gesehen, dass nach den Oscars alles still wurde, wie es nach dem Ende der Preis-Saison der Fall ist. Ich war und bin sehr dankbar, dass unser Film über Freddie auf so eine Weise gewürdigt wurde. Wir hätten das nie erwartet. Aber die öffentlichen Reaktionen hinter den ganzen Preisverleihungen und das Verhalten der Reporter sehr verstörend.“

Ehrliche Diskussionen sind ausgeblieben

Tatsächlich seien die Reaktionen auf die ganzen Preise so negativ gewesen, dass sie Brian an einen dunklen Ort geführt hätten: „Wenn ihr mal einen Blick werft auf die Diskussionen in der Presse und im Internet, werdet ihr sehen, dass 90 Prozent davon darin besteht, die Beteiligten gegeneinander auszuspielen, oder gar alle nominierten Filme mit Anspielungen und Kritik zu diskreditieren, anstatt das Positive zu sehen und das Talent zu würdigen, das in die Filme geflossen ist. Hass und Unehrlichkeit, offensichtliche Versuche, uns fertigzumachen und die Mitglieder zu beeinflussen, wie sie abstimmen sollten … Das ist nicht die Schuld der Preisverleihungen. Deren Mitglieder haben dem widerstanden. Es ist eine Krankheit, die die Gesellschaft im Griff zu haben scheint. Die ganze Zeit über habe ich mir auf die Zunge gebissen. Ich wollte nicht die Ergebnisse während der Wahl beeinflussen. Jetzt, wo der Vorhang gefallen ist, blicke ich auf alles mit gemischten Gefühlen zurück.“ ‘Bohemian Rhapsody’ wurde insgesamt mit vier Oscars ausgezeichnet.

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