Tomas Maier: Verkäufe richten sich nicht nach Social Media

Bild von Tomas Maier

Tomas Maier (60) kann den sozialen Medien nicht viel abgewinnen.

Der deutsche Modeschöpfer, der seit 2001 als Kreativchef von Bottega Veneta arbeitet, gehört nicht zu denjenigen, die das Heil in Social Media sehen. Die Influencer könnten Verkäufe nicht direkt beeinflussen.

„Wir müssen das erst noch einmal überprüfen. Führt dieses Influencing wirklich dazu, dass Leute Sachen kaufen? Passiert das wirklich?“, zweifelte der Designer gegenüber der ‚Sunday Times‘. „Keiner kann mir eine Statistik zeigen. Einige haben es versucht und darin groß investiert, aber jetzt lassen sie es wieder, denn es hat nichts gebracht.“

Der Pforzheimer hat selbst auch kein Interesse an Social Media. Er hat zwar einen Instagram-Account, aber folgt niemandem. Für ihn ist der Kauf im Geschäft immer noch das Wichtigste: „Kauft man sich wirklich ein Kleid, das man am Abend vorher online gesehen hat? Man will es doch mal anprobiert haben oder zumindest mal nach Hause nehmen und es dort anprobieren.“

Eine, die seine Kreationen kauft, ist Melania Trump (47). An Halloween trug sie einen Wollmantel von Bottega Veneta. Während sich Kollegen wie Marc Jacobs (54) oder Tom Ford (56) aufgrund der Politik von Donald Trump (71) von der amerikanischen First Lady distanziert haben, findet Tomas Maier das Unsinn:

„Sie kann tragen, was sie will. Ich finde diese Statements, wenn Designer sich weigern, sie einzukleiden, geschmacklos. Es ist kein politisches Statement – wenn jemandem dein Mantel gefällt, dann trägt er halt deinen Mantel.“