Thom Browne: Ein Faible für Spiegel

Bild von Thom Browne

Thom Browne erklärt seine Spiegel-Ausstellung.

Im Rahmen eines Kunstprojekts, das es Kreativen ermöglicht, eine Ausstellung ihrer Wahl zu kreieren, präsentiert der amerikanische Designer momentan ‚Thom Browne Selects‘ im Cooper Hewitt Smithsonian Design Museum in New York. Das Ganze umfasst eine Galerie bestehend aus 50 Bilderrahmen und Spiegeln aus den Jahren zwischen 1710 und 1974 sowie einen spiegelnden Boden als Unterlage für 56 Paar vernickelte Thom-Browne-Schuhe.

Obwohl dieser Raum dazu verleiten könnte, sein Handy rauszuholen und ein Selfie umgeben von Spiegeln zu schießen, war genau das eigentlich nicht die Absicht des Kreativkopfes. So war seine Mission eine andere: „Erstens: eine reale Erfahrung mit der Idee des eigenen Abbildes zu haben. Das klingt irgendwie abgedroschen, aber man soll darüber nachdenken, wie wichtig einem das eigene Spiegelbild sein sollte“, erklärte er seine Absichten gegenüber ‚Vogue.com‘. „Zweitens: um zu zeigen, dass die Einheitlichkeit der Installation etwas ist, das interessant sein kann, und dass in Einheitlichkeit viel Selbstvertrauen liegt.“

So gefällt es Thom besonders, dass jeder einzelne Spiegel seine eigene Geschichte erzählt, aber in Kombination mit den anderen das Ambiente der Ausstellung prägt.

„Auch die Tapete bereichert die Erfahrung, sie lässt alles wichtiger erscheinen. Und der Raum macht den Tisch und die Schuhe interessanter zum Anschauen“, freute sich der Modeschöpfer.

Mit so einem Faible für Möbel und Inneneinrichtung ist es eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis auch er selbst etwas anderes als nur Kleidung designt. „Ich liebe es, Dinge außerhalb der Mode zu machen, also ja. Ich meine, ich werde und ich würde es lieben, das eines Tages zu machen“, schwärmte Thom Browne von seinen Zukunftsplänen. © Cover Media

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