
Spontane Änderung: Jonathan Saunders entschied sich kurz vor Show-Beginn für ein anderes Haar-Styling.
Der schottische Modemacher präsentierte seine Herbst/Winter-Kollektion 2012 am Sonntag auf der Fashion Week in London. Kurz vor der Show befürchtete er, dass die Frisuren der Models die Kleidung nicht genug zur Geltung kommen lasse und so kreierte der Haar-Stylist Paul Hanlon schnell einen neuen Look. “Der Look, den wir während der Anproben entwarfen, verdeckte die Kleidung ein wenig. Deshalb mussten wir das Ganze noch einmal überdenken und es stark vereinfachen. Wir wollten einen Stil kreieren, der frei von Referenzen war und nicht von der Kleidung ablenkte”, berichtete Hanlon auf ‘style.com’.
Schließlich entschieden sich der Designer und der Stylist für einen simplen eleganten Pferdeschwanz. Saunders verwendete den Look bereits zuvor und er zählt nach wie vor zu seinen Favoriten. Auch Hanlon war der Meinung, dass die Frisur die Kollektion perfekt ergänze: “Bei ‘Jonathan Saunders’ lieben wir den Pferdeschwanz. Ich habe schon einige für ihn gemacht. Jonathan ließ sich teilweise von den Japanern und ihrer Liebe zum Detail inspirieren. Diese Art von Disziplin und Ordnung repräsentiert auch die Frisur – sie war so straff, wie die Models es aushalten konnten”, lachte er.
Mit Haarspray und Haarschaum stellte der Kreativling sicher, dass sich keine Strähnchen aus dem Zopf lockern konnten. Außerdem verwendete er Garn, um die Haare festzubinden. “Ich dachte daran, wie Pferdehaare beim Dressurreiten gebunden werden”, verriet er.
Die Kollektion bestand auf kurzen Kleidern und Shorts, die mit übergroßen Blazern kombiniert waren. Der Designer erklärte, dass er mit seiner neuesten Linie seine Entwicklung als Modemacher darstellen wollte: “Ich dachte, es wäre interessant, eine eher angepasste Silhouette zu erzeugen und die Längen etwas kürzer zu halten. Es war wie eine natürliche Entwicklung. Ich fange immer mit der Farbe an und deshalb war Rot der natürliche Ton, um das zu betonen. Ich dachte an eine japanische Grundidee, in der Struktur eine große Rolle spielte. Dennoch sollte die Kollektion feminin sein”, erklärte Jonathan Saunders. © Cover Media












