Iris Apfel: Alle Menschen tragen Uniformen

Bild von Iris Apfel

Iris Apfel (93) findet, dass Menschen in Sachen Mode zu wenig riskieren.

Die alternde Fashion-Lady ist eine wahre Ikone in der Modebranche, gerade erschien ‚Iris‘, ein Film über ihr aufregendes Leben zwischen Mode, Journalismus und Kunst im Allgemeinen.

Wenn sich Apfel mit der aktuellen Mode beschäftigt, schüttelt sie häufig den Kopf: Die Menschen seien so versessen auf Trends, dass ihre Persönlichkeit völlig in den Hintergrund tritt. „Was ich euch sagen kann, ist folgendes“, begann die Expertin ihren Rundumschlag gegenüber ’style.com‘. „Heutzutage ist es offensichtlich, dass Menschen Uniformen tragen. Vielleicht laufen einfach mehr Leute herum und es fällt stärker auf, aber alles ist homogenisiert. Ich gehe in New York aus und denke mir: Junge, du kannst jemanden anschauen und gleich seine Postleitzahl erkennen. Jeder scheint sich anpassen zu wollen.“

Wobei Iris Apfel niemand ist, der andere verurteilt: Der New Yorkerin ist sich durchaus bewusst, dass es eine Menge Einsatz erfordert, aus der Masse herauszustechen und kann verstehen, dass manche Menschen dafür schlichtweg „zu faul“ sind. Dabei macht es Spaß, sich mit Mode auseinander zu setzen, findet die Kreative.

„Wenn ich shoppen gehe und ein Teil in den Händen halte, dann höre ich auf die Fäden“, schmunzelte Iris Apfel über ihre Modeleidenschaft. „Das ist nichts Intellektuelles, es geht um die emotionalen Wert: Ich muss es in meinem Bauch spüren.“ © Cover Media

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