Givenchy zeigt “Zigeuner”-Look auf der PFW

Bild von Givenchy

Givenchy präsentierte eine gelungene Kombination aus “Zigeuner- und Viktorianerästhetik” auf der Paris Fashion Week.

Der Designer des französischen Hauses, Riccardo Tisci, zeigte gestern als letzter seine neuesten Kreationen auf der Modewoche, die heute in ihre finale Woche startet. Seine Modenschau begeisterte die Kritiker, die die Show zu einer der wichtigsten Veranstaltungen der Fashion Weeks kürten. In den Notizen zu seiner Kollektion schrieb Tisci über die Inspiration hinter seiner neuen Kollektion, die eine Kombination aus “der Stärke der Zigeuner und der Romantik der Viktorianer” sei. Im Laufe der Präsentation konnte der Modeschöpfer auch den letzten Zweifler überzeugen, dass ihm die Kombination dieser gegensätzlichen Ästhetiken geglückt war.

Ein Model in einem knielangen Netzrock, der über und über mit schwarzen glitzernden Flecken verziert war, eröffnete die Modenschau. Zu dem eleganten Design trug die Schöne einen Spitzenpullover mit dem Porträt der Disney-Figur Bambi. Wadenhohe Boots und ein schmaler Gürtel ergänzten das Outfit und erinnerten an die immer populärer werdenden Street-Styles. Der gleiche dünne Pullover wurde auch über anderen Teilen getragen. Ein knielanges Kleid in Nude mit roten Blumenmustern ließ die Zigeuner-Inspiration von Tisci erkennen. Im Laufe der Show dominierte der Blumen-Print die Looks, die aber durch verschiedene Details dennoch taff wirkten. Eine der Laufsteggrazien führte einen Bleistiftrock zusammen mit einer Biker-Jacke mit Reißverschluss und einem runden Halsausschnitt vor. Lederdetails an Chiffon-Röcken mit passenden Biker-Jacken aus blumigen Stoffen erzeugten eine perfekte Mischung aus Romantik und Coolness. Später zeigte Tisci längere, abgestufte Röcke, einige reichten bis zu den Waden und wiesen Fischschwänze in Miniaturgröße auf. Zu den Outfits trugen die Models wadenhohe Boots, die an die viktorianische Epoche erinnerten.

Bei John Galliano sah das Publikum mutige Silhouetten sowie voluminöse Dreiviertelhosen mit ebenso weiten Oberteilen. Das Modehaus setzte vor allem auf Schwarz und Weiß, ab und an sorgte ein strahlendes Violett für Abwechslung. Das Label bewies, dass die 7/8-Länge bei Hosen zu einem wichtigen Trend wird, und so endeten sie meist kurz über dem Knöchel. Aber auch hautenge Hosen kamen zum Zug, die die Models mit weiten Tops und knielangen Mänteln trugen. Die von dem Modehaus bekannten Abendkleider enttäuschten auch in dieser Saison nicht und die Zuschauer sahen einige Samtkreationen, die von Kopf bis Fuß mit Rüschen verziert waren.

Heute stellen Stella McCartney, Giambattista Valli, Ungaro und Saint Laurent ihre Herbst/Winterkollektionen 2013 auf der Paris Fashion Week zur Schau. © Cover Media

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