Calvin Klein: Amerikanischer Pioniergeist für den kommenden Herbst/Winter

Bild von Kaia Gerber

Calvin Klein zeigte handfeste Mode.

Am Dienstag [13. Februar] stellte das Label auf der New York Fashion Week seine neue 205W39NYC-Linie für den kommenden Herbst/Winter vor. Dafür hatte Kreativdirektor Raf Simons einen Raum gemietet, der von Sterling Ruby mit vielen Holzelementen und Prints von Pop-Art-Ikone Andy Warhol eingerichtet worden war.

Stargäste wie Nicole Kidman, Lupita Nyong’o und Margot Robbie wurden auf Holzbänken platziert, mussten sich den Weg dorthin allerdings ein wenig erkämpfen: Der gesamte Boden war mit Popcorn bedeckt!

Auf die Inspiration hinter seiner Kollektion angesprochen, erklärte Simons, dass er eine bestimmte Sicht auf die amerikanische Kultur inmitten des aktuellen sozialen und politischen Klimas zum Ausdruck bringen wollte. „Dies ist eine Allegorie für das Treffen der alten und neuen Welten, die Bezug nimmt auf die Entdeckung von Amerika, den Wettlauf zum Mond der 1960er Jahre und das Informationszeitalter des 21. Jahrhunderts“, so der Modeschöpfer. „Reflektiert man die Vorstellung von Demokratie, so gibt es keine kulturelle Hierarchie: Die Überschneidungen befreien Kleidung und Hinweise von ihren Bedeutungen, von ihren eigenen Erzählungen und stellen sie erneut zusammen, um etwas Neues zu entdecken – einen anderen Traum. Mehr als alles andere handelt diese Kollektion von Freiheit. Ein Wort, das Amerika definiert, genau wie Calvin Klein.“

Übertragen auf seine Outfits sah dies dann so aus: Raf Simons schickte seine Models in durchsichtigen Westernlooks oder in Anzügen, die einem vor einem atomaren Angriff schützen könnten, über den Laufsteg. Model Lulu Tenney führte etwa einen orangefarbenen Blaumann vor, zu dem sie eine weiße Sturmhaube und weiße, hohe Stiefel trug. Danach folgte eine Parade von Jacken, die offenbar von der Feuerwehr inspiriert wurden. Weitere Pullis zeigten ‚Looney Tunes‘-Charaktere, Kaia Gerber präsentierte eine Cowboybluse in Creme mit mintfarbenen Details.