Alber Elbaz: Schockiert von Lanvin-Vorwürfen

Bild von Alber Elbaz

Alber Elbaz (54) ist bestürzt über Lanvins Vorwurf, er habe nicht genügend „kreative Designs“ geliefert.

Für viele Mode-Fans war es ein Schock, als der israelische Designer im Oktober verkündete, das Modehaus zu verlassen. Seitdem Alber Elbaz dem Label den Rücken gekehrt hat, soll es immer wieder zu Spannungen zwischen den Lanvin-Mitarbeitern und dem Management gekommen sein. Jetzt hat nun auch der Designer selbst das Wort ergriffen und laut ‚WWD‘ einen Brief an die Lanvin-Besitzerin Shaw-Lan Wang und die Geschäftsführerin Michèle Huiban geschrieben. Darin beschrieb er den „Schock“ über seine Entlassung und stellte die Begründung infrage, dass sein Mangel an „kreativen Designs“ für die Probleme des Modehauses verantwortlich seien.

Die Publikation fügte hinzu, dass Alber Elbaz all die Vorwürfe, die das Management gegen ihn erhob und die er in einer Email an die Mitarbeiter des Labels unterstrichen hat, für „nicht gerechtfertigt“ erachtet. Seiner Meinung nach sind die schlechte Marketing-Strategie und die mangelnden Investitionen sowie das schwache Management für die Stagnation der Verkäufe verantwortlich. Alber Elbaz soll Shaw-Lan und Michèle demzufolge aufgefordert haben, seine kreative Perspektive nicht weiterhin infrage zu stellen. Kämen sie seiner Aufforderung nicht nach, würde er rechtliche Schritte einleiten, damit sein Ruf nicht weiterhin beschädigt wird.

‚WWD‘ berichtete außerdem, dass Michèle Huiban das Verhalten des Designers als „aggressiv“ bezeichnete. Zudem würde sie Shaw-Lan Wang dazu drängen, das Label zu verkaufen. Sie zeigte sich zuversichtlich, einen neuen Lanvin-Chef zu finden: „Die Grundlagen des Geschäftes sind gesund, seine Aktieninhaber und Steuerung sind stark, das Label ist stark, die Strategie ist klar“, zitierte ‚WWD‘ sie.

Alber Elbaz, der zuvor bei Yves Saint Laurent arbeitete, stieß 2001 zu Lanvin und brachte das 1889 gegründete Modehaus wieder zu neuer Blüte. © Cover Media

Neuen Kommentar schreiben